Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

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#31 | Beitragvon KathrinH am 04.07.2007, 21:41

also ich denke entweder ganz oder gar nicht.. ne Anlage nur zur vollstr. Ausf.?? andere Meinungen?
KathrinH
 

#32 | Beitragvon mrsbloom am 05.07.2007, 07:46

Also ich muss mich da jetzt auch mal einmischen. Gehöre zu den Leuten, die "es" nicht tun...

Ich sehe ja auch ein, dass die Vollmacht (KV) mit zugestellt werden muss. Aber die Bank hat ja mit Sicherheit eine begl. Abschrift des Kaufvertrages (zur Bewilligung der Finanzierung) bekommen. Wenn dann der Fall der Fälle (Zwangsvollstreckung) eintritt kann die Bank ja die begl. Abschrift mit zustellen lassen, oder? Ist das unser Problem?

(OK ist hab einfach keine Lust auf die Extra-Arbeit - alles Doppelt-Gemoppelt!!) :lol:

Aber wenn man die auszugsweise Ausfertigung des KV als Anlage nicht, muss sie auch bei allen Abschriften/Ausfertigungen dabei sein, so würd ich das sehen!
mrsbloom
 

#33 | Beitragvon Sandra28 am 05.07.2007, 08:02

Ich finde das auch alles wiedermal doppelt-gemoppelt :wink: , aber da mein Chef das so möchte, mache ich das jetzt so. Füge also eine auszugsweise Abl. des KV bei als Anlage zur GS. Hmm. Vertragsparteien, Verkaufsobjekt, Belastungsvollmacht, Kaufpreis auch? Und was sonst noch?
Sandra28
 

#34 | Beitragvon KathrinH am 05.07.2007, 13:03

also wenn die sowieso ne begl. abschrift vom KV haben, dann würd ichs erst recht nicht machen, aber von uns kriegen die die nie.. höchstens von den Käufern, aber da kann man sich ja nicht sicher sein

im Übrigen hab ich bisher noch keine Bank gehabt, die das bemängelt hat, solange lass ich es auch
KathrinH
 

#35 | Beitragvon mrsbloom am 05.07.2007, 17:36

:zustimm
mrsbloom
 

#36 | Beitragvon Taunusmaedel am 09.07.2007, 21:12

Noch einmal: Es geht doch nicht darum dass eine Bank es bemängelt oder dass das Grundbuchamt was bemängelt...
Es gibt einen BGHBeschluss wonach eine Zustellung nicht möglich ist, wenn die Vollmacht nicht zumindest öffentl. beglaubigt nachgewiesen wurde.

Also ist es doch das einfachste die auszugsweise als Anlage zur Grundschuld zu nehmen. Man kopiert einfach vom Kaufvertrag ein paar Seiten mehr und hängt die hinten an.
Das sind schätzungsweise 30 Sec. Mehrarbeit...
Auszugsweise hat zu bestehen aus Rubrum, Grundbuchbestand, "Verkaufsvermerk", Vollmacht, Unterschriften sowie etwaigen Genehmigungen von vertretenen Beteiligten vom Kaufvertrag.

Klar meckert momentan keine Bank... ABER wenn das nächste Mal zugestellt werden soll und die Vollmacht ist nicht beigefügt... dann sagt doch jede Bank - und das zu Recht - moment mal Notar. Da gabs 06 einen BGH-Beschluss (nicht einen BEschluss irgendeinen kleines Amtsgerichts/REvisors - sondern vom BGH) aber du missachtest den einfach... Tz...

Was ist denn Mehrarbeit? Das bißchen kopieren wenn ich eh Kopien für die Beteiligten und die Behörden mache? Oder die Urkunde ggf. nach Jahren nochmal rausholen damit ich der Bank nochmal eine begl. übersenden kann?! Na ja...

Ne Begl. an die Bank direkt schicken ist auch okay... aber dann lass es dir quitieren damit der Notar aus dem Schneider ist...

Denkt doch einfach mal nicht nur an das das JETZT und HEUTE jemand meckert, sondern dass viell. in 1-2 oder 5 Jahren ein Haftungsfall daraus entstehen kann... und daran können immerhin auch eure Arbeitsplätze hängen...

Sorry... aber ich versteh die ganze Diskussion nicht wirklich...
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#37 | Beitragvon Taunusmaedel am 09.07.2007, 21:14

Und außerdem...

Wenn beim Kaufvertrag jemand vertreten wird oder aufgrund Vollmacht handelt, wird diese doch auch mind. in begl. Abschrift oder im Original dem Kaufvertrag beigefügt, genauso bei Gesellschafterversammlungen und und und...

Nennt mir einfach einen GRund warum es bei Grundschulden anders sein soll???

Nochmal - NEIN es geht nicht darum dass das Grundbuchamt die GRundschuld einträgt oder ne Bank JETZT meckert... NEIN!
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#38 | Beitragvon KathrinH am 10.07.2007, 12:31

sry Lena, ich will die Diskussion nicht wieder aufflammen lassen.. ich habs verstanden, wies richtig ist, aber beim jetzigen Chef isses mir ehrlich gesagt egal, weil der sowieso 2009 aufhört, danach muss sich n anderer damit beschäftigen ;-)

warum ich die VOllmacht als Anlage beifügen muss, hab ich noch nie verstanden.. deswegen versteh ich das mit der GS auch nicht
KathrinH
 

#39 | Beitragvon Sandra28 am 11.07.2007, 14:41

Also gut, werde dann ab jetzt sobald ich aufgrund ner Belastungsvollmacht ne Grundschuld eintragen lasse, ne auszugsweise Ausfertigung als Anlage zur GS nehmen. Also nicht nur ne auszugsweise an die vollstreckbare? sorry, ich begreife scheinbar langsamer :cry:
Sandra28
 

#40 | Beitragvon Taunusmaedel am 12.07.2007, 19:43

Ja, genau... als Anlage zur GRundschuld und dann einfach mitkopieren.

WEiß net obs schon mal geschrieben wurde...
Da gehört rein: Rubrum, Kaufgegenstand, Kaufvereinbarung, Vollmacht, Unterschriften. Mehr brauch man nicht.

Begl.vermerk halt so ergänzen, dass Kopie mit Urschrift übereinstimmt und "mit dem Bemerken beglaubigt wird, dass weitere, die Vollmacht betreffende Erklärungen in der Urkunde nicht enthalten sind". Datum der Auszugsweisen muss das Datum der Grundschld sein!
Im Rubrum der GRundschuld kann man halt dabei schreiben: XY handelt aufgrund Vollmacht, enthalten im KV vom ... UR.Nr. ... welche in auszugsweiser begl. Kopie als Anlage genommen wird.

Aber... nicht nur wenn du aufgrund Belastungsvolllmacht handelst, generell wenn auch der Käufer aufgrund BV für den Verkäufer handelt.

Ist halt wie bei jeder anderen Vollmacht auch!
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Re: Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

#41 | Beitragvon Notargehilfe am 17.01.2008, 15:21

Ich wärm das Thema nochmal auf.

Ich sehe die Sache so:

In dem von dem Urteil betroffenen Fall war die Grundschuld aufgrund Vollmacht im Kaufvertrag von einer Bürovorsteherin bestellt worden. Es handelt sich also um eine Vertretung durch einen am Kaufvertrag nicht beteiligten Dritten.

In dem "Normal"-Fall, Beurkundung der Grundschuld aufgrund Belastungsvollmacht durch den Käufer, stellt sich zumindest für mich der Sachverhalt anders dar. Denn hier erklärt der Erwerber - so sollte es zumindest sein - die dingliche Zwangsvollstreckungserklärung auch im eigenen Namen, so dass sich ab Eigentumsumschreibung m.E. die Nachweis der Vollmacht erledigt hat.
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Re: Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

#42 | Beitragvon Jupp03/11 am 17.01.2008, 15:34

Zu dieser Erkenntnis/Auffassung bin ich in der Zwischenzeit auch übergegangen.

Es besteht ja nur der "luftleere" Raum zwischen Bestellung durch den Käufer und Eigentumsumschreibung auf ihn.

Bei Notarangestellten müßte gleichwohl KV auszugsweise der vollstreckbaren Ausfertigung beigefügt werden.

Ich bin jedoch strikt gegen eine derartige Beurkundung.
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Re: Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

#43 | Beitragvon KathrinH am 17.01.2008, 21:21

das mag sein, dass das "praktischer" ist den Käufer die Grundschuld unterschreiben zu lassen, ich jedoch empfinde es als Schwachsinn zu sagen, dass die Angestellte eine fremde Person ist und somit keine Vertrauensperson ist.. ICH jedenfalls würde einer Notarangestellten die Ahnung vom Fach hat mehr Vertrauen als einem Käufer, der ohnehin nur das Eigentum will..
KathrinH
 

Re: Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

#44 | Beitragvon Notargehilfe am 18.01.2008, 08:45

Auf welcher Basis soll denn ein "Vertrauensverhältnis" zwischen Kunde und der/dem Angestellten eines Notars bestehen, wenn diese sich - wie es regelmäßig der Fal ist - noch nicht einmal kennen.
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Re: Finanzierungsgrundschulden / Vollmachten

#45 | Beitragvon KathrinH am 19.01.2008, 11:57

den Käufer kennt man wohl genauso "gut".. wie ich bereits sagte, die Angestellte hat wenigstens Ahnung von dem und ist unparteiisch, der Käufer hingegen nicht, der macht doch alles was ihm zugute kommt. Daher kann ich nicht verstehen, was an der "Käufervollmacht" besser sein soll.. aber ich wollte nicht schon wieder eine Diskussion aufwerfen, denn ich glaube ich bin nicht zu überzeugen ;-)
KathrinH
 

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