Erbbauzins Erhöhung, Verlängerung

Erbbauzins Erhöhung, Verlängerung

#1 | Beitragvon br0001 am 21.11.2016, 10:58

Beurkundet wird ein Nachtrag zum Erbbaurechtsvertrag:
Ein zum 31.5.2020 auslaufender Erbbaurechtsvertrag wird um 25 Jahre verlängert
und der Erbbauzins ab 1.6.2020 mit monatl. 0,60 € neu vereinbart (ursprüngl.: 0,37 €).

Wert der Verlängerung: 20 Jahre x 143.944,80 € (bisheriger Jahreswert)
Wert der Erhöhung: Wie bestimmt der sich denn?
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Re: Erbbauzins Erhöhung, Verlängerung

#2 | Beitragvon Martin Filzek am 06.12.2016, 12:31

Nach Adam Riese würde ich vermuten, dass man den Wert der Erhöhung erhält, wenn man vom neuen geänderten Erbbauzins den alten Betrag (also wohl 60 Cent minus 37 Cent = 23 Eurocent) abzieht und der kapitalisierte Teilbetrag für 23 Eurocent für 20 Jahre Höchstzeitraum wäre hinzu zu addieren zum Wert der Verlängerung.

Genauso gut könnte man aber wohl auch einfacher den aktuellen neuen Erbbauzins von 60 Eurocent mit 20 Jahresbeträgen kapitalisieren.

Hoffe, mich nicht geiirt zu haben, bin aber auch noch immer über die Frage verwundert.
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Re: Erbbauzins Erhöhung, Verlängerung

#3 | Beitragvon br0001 am 14.12.2016, 12:03

Wenn die Erhöhung ab sofort gelten würde, wäre mir das auch klar.
Im vorliegenden Fall gilt die Erhöhung aber erst ab 2020.
Ich dachte, das wäre zu berücksichtigen
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Re: Erbbauzins Erhöhung, Verlängerung

#4 | Beitragvon Martin Filzek am 14.12.2016, 14:07

Etwas was in diese Richtung deutet steht in § 52 Abs. 6 GNotKG, aber wenn man genauer hinsieht, kommt davon nichts für eine Berücksichtigung beim vorliegenden Fall in Frage:
1. ist 2020 ja nicht mehr so weit und es ist ja Alltag, dass vorher für bestimmte Dinge in näherer Zukunft Regelungen getroffen werden.
2. laufen ab 2020 ja noch 25 Jahre Vertragsgültigkeit, so dass der Höchstwert von 20 Jahresbeträgen auch schon in dieser künftigen Zeitspanne bereits überschritten ist.
Deshalb liegt hier keine Unbilligkeit vor, wenn man die 20 Jahresbeträge nimmt und es besteht kein Anlass, sie irgendiwie zu mindern.
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