Zwangsvollstreckung Vergleich Arbeitsgericht

Zwangsvollstreckung Vergleich Arbeitsgericht

#1 | Beitragvon Aniko1972 am 28.06.2012, 08:57

Hallole alle zusammen, :hello2: nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Ich habe jetzt über 2 Jahre nicht mehr beim RA gearbeitet und bin wie ich merke ziemlich eingerostet. Ich habe daher jetzt eine Frage bei der ich nicht weiterkomme. #-o
Ich muss aus einem Vergleich v. Arbeitsgericht vollstrecken. Der Arbeitgeber muss eine Abfindung 3.800,00 EUR brutto an unseren Mandanten zahlen. Bezahlt hat der Arbeitgeber 2.160,03 EUR netto lt. seiner Lohnabrechnung. Lt. Steuerberater unseres Mandanten stimmt aber die Abrechnung nicht, unser Mandant müsste mehr ausbezahlt bekommen. Kann ich im Zwangsvollstreckungsauftrag einfach den Brutto-Abfindungsbetrag abzgl. der Netto-Zahlung angeben und über den Restbetrag vollstrecken lassen? Oder wie muss ich das sonst machen? Hiiiilllffffeeeee!!
Vielen Dank schon mal und viele Grüße :rose
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Re: Zwangsvollstreckung Vergleich Arbeitsgericht

#2 | Beitragvon JSanny am 28.06.2012, 18:12

Habt ihr den Gegner mal mit der Berechnung eures StB konfrontiert?

Der ArbG hat Netto ausgezahlt und ich gehe davon aus, daß er die Sozialabgaben abgeführt hat. Wenn du jetzt Brutto vollstreckst abzüglich der Nettozahlung hast du die Sozialabgaben und was machste dann damit?
JSanny
 

Re: Zwangsvollstreckung Vergleich Arbeitsgericht

#3 | Beitragvon Irene am 05.07.2012, 12:33

Wir machen das immer so, dass wir unsere eigene Lohnabrechnung machen und den Gerichtsvollzieher dann mit der Vollstreckung des Netto-Betrages beauftragen.

Ich würde an deiner Stelle erst die Gegenseite bezüglich der falschen Abrechnung anschreiben und - wenn Ihr die Möglichkeit habt - eine eigene Abrechnung erstellen und die Gegenseite damit "konfrontieren". Vielleicht lässt sich die Sache so klären. Wenn Ihr den Gerichtsvollzieher mit der Vollstreckung des Brutto-BEtrages beauftragt, wird er die Sache zurückschicken, mit dem Hinweis darauf, dass nur Netto vollstreckt werden kann. Und der Gerichtsvollzieher selbst kann kein Netto aus dem Brutto berechnen. Das muss schon der Gläubiger machen.
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