Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#1 | Beitragvon Kleene am 20.11.2013, 09:30

Guten Morgen,

kürzlich habe ich nen Kombi-Auftrag gemacht, ohne gütliche Einigung, mit zusätzlicher Einholung von Auskünften Dritter, falls Schuldner nicht zu ermittlen... lief problemlos UND erfolgreich.

Nun das gleiche Spiel..prompt kommt ein Fax vom GV dass er zur Deckung der baren Auslagen und Gebühren einen Vorschuss von 125,- Euro benötigt.

Ok. Ich weiß, der GV kann nen Vorschuss verlangen (auch wenn mir das bisher - in 13 Jahren - noch nie vorgekommen ist). Aber so viel für nen Kombi-Auftrag?

Ist das in Ordnung?

Was würdet ihr tun? Natürlich will ich mich mit dem GV nicht anlegen, aber mir erscheint der Betrag doch überzogen. Wenn der Schuldner sofort zahlt, dann fallen ja bei weitem nicht so hohe GV-Kosten an. Und der Mandant, nun, der ist auch nicht soooo gut betucht, dass der den Vorschuss mal so locker aus dem Ärmel schüttelt. Dem das erst mal klarzumachen... (wir verlangen hier zwar auch immer nen Auslagenvorschuss, aber meist so ca. 30,00 €, und den hat er auch gezahlt...)...

lg
Kleene
Supporter
Supporter
 
Beiträge: 516
Registriert: 28.06.2005, 01:00
Plz/Ort: Augsburg
Software: Advoware

Re: Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#2 | Beitragvon booo am 20.11.2013, 11:52

Hello!

Ich staun grad auch nicht schlecht, wie sich die Kosten für die GVZ´s erhöht haben, aber wenn man ehrlich ist, die habens auch verdient... is auch kein schöner Job ...grad heut zu tage...

Der Vorschuss ist aber m. E. grad noch so im Rahmen ...

Habt Ihr dem Lastschrifteinzug zugestimmt? Dann fällt meistens der Vorschuss weg...
Aber wenn Ihr den GVZ schon so lang kennt...mh.... :gruebel: weiß sonst auch nicht :oops: :booo:
Gruß
booo
Bild()|()
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
...und außerdem bin jetzt offiziell fertig, Bildweil ich inoffiziell keinen Bock mehr hab Bild
Benutzeravatar
booo
Site Admin
Site Admin
 
Beiträge: 27529
Registriert: 07.02.2007, 09:14
Fachgebiet: Admingöttin :D
Software: AnNoText

Re: Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#3 | Beitragvon Kiki am 20.11.2013, 12:53

Hi

überschlag doch mal, was du alles von ihm willst und was dafür anfällt:

Pfändungsgebühr
Wegegeld
Auslagen
ggf. Gebühren für EMA
ggf. Gebühren für Drittauskünfte (alleine je 10,20 = 30,60)
Zustellung für VA-Termin
Abnahmegebühr VA

Bei dem Programm kommt im worst case doch so einiges zusammen, was den Betrag rechtfertigt.

Grüße
Kiki
Benutzeravatar
Kiki
Supporter
Supporter
 
Beiträge: 1277
Registriert: 21.06.2004, 01:00
Plz/Ort: BW
Fachgebiet: Inso/ZV
Software: AnNoText

Re: Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#4 | Beitragvon 13 am 20.11.2013, 14:50

Weshalb nicht einfach mal beim GV nachfragen, wofür dieser Betrag sein soll. Schließlich soll man das der Mandantschaft auch klar machen.
BTW: Wenn der Mandant so schwach betucht ist, weshalb wurde dann keine PKH beantragt? :gruebel:
Zuletzt geändert von Anonymous am 20.11.2013, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
~ Grüßle ~
BildBild Bild

Bild

Veni, vidi, violini (ich kam, ich sah, ich vergeigte)... :roll:

>>> Bitte keine Sachfragen per pN.
Nutze das Forum zum Vorteil aller! <<<
Benutzeravatar
13
Dibbel-Ribbel-Dino
Dibbel-Ribbel-Dino
 
Beiträge: 29150
Registriert: 14.06.2017, 09:00
Fachgebiet: KR, VR
Software: Andere

Re: Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#5 | Beitragvon Kleene am 20.11.2013, 15:39

Vielen Dank für Eure Antworten.

Mittlerweile hab ich die neuen GV-Kosten auch mal nachgeschlagen.. und klar, wenn der GV alles das macht, was wir wollen, dann ist der Vorschuss schon berechtigt. Aber trotzdem heftig. Besonders wenn eben der Schuldner vllt. doch gleich zahlt.

Lastschrifteinzug machen wir bei GV-Kosten nie. Wollen die Chefs nicht. Und... unsere hiesigen GV´s wollten noch nie nen Vorschuss. Aber nun bin ich mit dem ZV-Auftrag in Berlin "gelandet"..ok.. der GV kennt uns nicht - also Vorschuss.

PKH-für nen normalen ZV-Auftrag?... also..normalerweise beantragen wir für die ZV nie PKH, ich hab allerdings Chefin mal bei einigen PfüBs davon überzeugen können. Aber bei nem einfachen Kombi-Auftrag. Wird man da nicht drauf verwiesen, dass der Mandant auch ohne einen RA zu beauftragen direkt sich an den GV wenden könne? Oder meinst du PKH allein für die GV-Kosten?

Außerdem würde das PKH-Bewilligungsverfahren die Sache ja noch länger rauszögern. Und.. so arm ist unser Mandant auch nicht, dass ihm PKH gewiss wäre.. es macht aber schon nen Unterschied, ob man eben 30 oder 50 Euro Vorschuss will oder gleich 125

Aber gut.. ich habe verstanden und wieder was dazu gelernt..

danke und schönen Nachmittag

lg
die Kleene
Kleene
Supporter
Supporter
 
Beiträge: 516
Registriert: 28.06.2005, 01:00
Plz/Ort: Augsburg
Software: Advoware

Re: Vorschussforderung Gerichtsvollzieher

#6 | Beitragvon 13 am 20.11.2013, 17:01

Na gut, wenn der Mandant nicht "sooo" arm ist, dann kommt PKH vllt. nicht in Betracht.
Was Du meinst ist, dass man bei einfache(re)n ZV-Aufträgen keine anwaltliche Beiordnung bekommt, die wird sehr häufig abgelehnt. Aber PKH für das Verfahren kann man schon erhalten, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.
~ Grüßle ~
BildBild Bild

Bild

Veni, vidi, violini (ich kam, ich sah, ich vergeigte)... :roll:

>>> Bitte keine Sachfragen per pN.
Nutze das Forum zum Vorteil aller! <<<
Benutzeravatar
13
Dibbel-Ribbel-Dino
Dibbel-Ribbel-Dino
 
Beiträge: 29150
Registriert: 14.06.2017, 09:00
Fachgebiet: KR, VR
Software: Andere


Zurück zu Zwangsvollstreckung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste